Ehemann Oskar: Seit 50 Jahren der Göttergatte von Elfriede,
Postinspektor im Ruhestand, 78 Jahre alt, recht fettleibig, ein echter
Münsteraner, in Angelmodde aufgewachsen, liebt Pinkus, Töttchen und trinkt auch mal ein oder zwei Körnchen.... zuviel. Er heißt auch
Möllenbaum, weil sein Geburtsname so furchtbar war, dass Frau
Möllenbaum ihn nicht annehmen wollte
*Oskar geht gerne spazieren und nennt eine halbstündige Tour schon
eine Wanderung.
Sohn Willi: KFZ-Mechaniker mit eigener Werkstatt, 36 Jahre alt, wohnt zum Leidwesen von Frau Möllenbaum immer noch zu Hause*
Eva Tollkötter: Dauerverlobte von Willi (Sie hat mit der Bäckerei gleichen Namens nichts zu tun), wird von Frau Möllenbaum nicht " anerkannt", weil sie eine zu kleine Wohnung hat (kein Platz für Willi)
Freundinnen: Elsbeth Krüger, eigentlich nur zum Kaffeekränzchen
brauchbar, ansonsten tut sich diese Dame mit dem Begreifen von alltäglichen Begebenheiten schwer.* Sie schwärmt für Prinz Charles, was Frau Möllenbaum nie begreifen wird.
Erna Töttenspeck, Freundin in Ostfriesland, Paradebeispiel für die
typische Langsamkeit und Dusseligkeit der Ostfriesen
*mehr dazu auf der Stadttour mit Frau Möllenbaum
So sieht Elfriede ihren Oskar:
Meine Oskar, der ist fett, aber nett.
Na ja nett, dat ist zuwenig, wat ich für ihn so sagen kann, wegen ihm bin ich ja hier, ich lieb' ja meinen Mann, auch wenn er ab und zu, wie soll ich et sagen, zuviel süppelt -- und dann hat er's am Magen. Dann ist er wie alle, liegt leidend im Bett, dann bring' ich ihm Grünkohl, natürlich mit Mett, denn er ist ja Münsteraner, dat zeigt sich auch beim Essen, denn auf ein Töttchen ist er ganz versessen, hab' ich sonst noch wat über ihn vergessen? Nee, ich denke, dat war für de Oskar reichlich, mehr sag' ich nich'.
So denkt Elfriede über ihren Willi
Meine Willi, meine Sohnemann,
mit dem bin ich nicht janz so jut dran.
Mit 36 wohnt der Jung' noch zu Haus
Und der Oskar und ich, mir kriej'n den nicht raus,
obwohl der Junge eine Freundin hatt,
wohnt der sich bei uns seine Füße platt.
Egal wat ich tu, ihn ficht dat nicht an,
und ich tue wirklich allet, wat man so machen kann:
Ich versalz sein Essen, weck ihn tief in der Nacht,
all dat hat ihm bis jetzt überhaupt nichts ausgemacht,
Also, wenn Sie wat wissen, womit ich Erfolg hätt,
dat fänd ich nett.